Darmträgheit kann das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen. Viele Menschen leiden unter Völlegefühl, Blähungen und Verstopfung. Sehr oft wird dann zu Abführmitteln gegriffen, um diese Probleme zu lösen. Jedoch wird der Darm durch regelmäßige Einnahme von Abführmitteln meist zusätzlich belastet. Langfristige Folgen von Darm reizenden Mitteln können unter anderem Mineralstoffverluste, Erlahmen der Darm-Eigenbewegung und sogar Abhängigkeit sein. Abführmittelmissbrauch führt zur permanenten Belastung nicht nur des Dickdarms, sondern auch anderer Verdauungsorgane wie Magen oder Dünndarm. Mit Vorsicht zu betrachten sind nicht nur synthetische Abführmittel, sondern auch Pflanzen, die den Darm reizen können. Wer gar nicht auf Abführhilfen verzichten möchte, sollte auf eher harmlose Pflanzen zurückgreifen. Dazu gehören die Blüten des Schlehdorns, Erdrauch und Esche. Bei letzterer sollten nur Blattfiedern, das heißt Blätter ohne Rippen, verwendet werden. Zur Beschleunigung von Verdauungsprozessen eignen sich darüber hinaus Backpflaumen. Sie sind faserreich und enthalten den Zucker Sorbit, beides hat eine mild abführende Wirkung.

Maßnahmen, die die Darmträgheit ohne Abführmittel lösen

Den Darm kann man besser als mit Abführmitteln auf andere Weise in Trab bringen. Insbesondere zur Unterstützung bei der Darmreinigung hat sich die manuelle Bauchmassage bewährt. Dabei muss jedoch einiges beachtet werden. Es sollten nur sanfte, rhythmische Bewegungen ausgeführt werden. Kraftvolle Massagen mit viel Druck sind nicht empfehlenswert, weil der Darm relativ empfindlich reagiert. Durch Maßnahmen wie Bauch-Streichelmassagen, Bauchschnellen oder eine kleine Bauchmassage werden die Eigenbewegung des Darms angeregt und selbst träge Därme wieder mobil gemacht.

Die Übungen bzw. Massagen lassen sich ganz einfach ausführen und in den Tagesablauf integrieren. Eine Möglichkeit ist die manuelle Bauchbehandlung nach F.X. Mayr. Dazu legt man sich mit angezogenen Beinen auf den Rücken. Die Hände werden locker auf dem entspannten Bauch aufgelegt. Während des Ausatmens drückt man vorsichtig mit Fingern, Handfläche und Daumenballen rhythmisch auf den Bauch. Beim Einatmen übt man keinen Druck aus, sondern lässt die Hände locker auf der Bauchdecke liegen. Insbesondere durch das tiefe Ausatmen und die sanfte Massage soll der Darm entstaut und dessen Tätigkeit angeregt werden.

Mit täglichem Bauchschnellen bringt man den Darm auf Trab

Auch das Bauchschnellen ist sehr einfach anzuwenden. Für maximale Erfolge wird empfohlen, diese Übung circa zehnmal am Tag zu wiederholen. Wie bei der manuellen Bauchbehandlung liegt man auch beim Bauchschnellen entspannt und mit leicht angezogenen Beinen auf dem Rücken. Dann wird der Unterbauch sehr kräftig eingezogen, wobei kraftvoll und laut durch die Nase ausgeatmet werden soll. Gleichzeit wird der stark eingezogene Bauch wieder losgelassen. Das Bauchschnellen sollte mehrmals kurz hintereinander erfolgen, nach fünfmaliger Wiederholung ist eine kurze Pause einzulegen. Die Bauchmassagen bzw. –übungen sind leicht auszuführen, stellen aber trotzdem eine effektive begleitende Maßnahme bei der Darmreinigung dar.

Unterstützend während einer Darmkur können auch Bauchwickel wirken. Durch feucht-warme Bauchwickel wird das Entschlacken noch gefördert und der Darm auf die anstehende Säuberung optimal vorbereitet. Um die Verdauung in Schwung zu bringen, ist auch regelmäßige Bewegung unverzichtbar. Spaziergänge, Jogging, Gymnastik und Schwimmen verhelfen dem Darm zu größerer Beweglichkeit. Eine Stunde Training am Tag – wozu neben sportlicher Aktivität auch körperliche Arbeit zählt – ist notwendig, um den Darm auch von außen zu stimulieren. Außerdem sollte man nicht vergessen, viel zu trinken, denn durch ausreichende Flüssigkeitsaufnahme kann Verstopfung vorgebeugt werden. Darüber hinaus wird die Entschlackung und Entgiftung durch reichlich Flüssigkeit gefördert und Schlacken besser aus dem Körper ausgeleitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.