Entschlacken und Entgiften haben positive Auswirkungen auf den ganzen Organismus und unterstützen allgemein die Gesundheit. Durch diese Maßnahmen wird aber auch gezielt die Arbeit des Darms gefördert. Mechanische Darmreinigungen auf Pflanzen- und Kräuterbasis entfernen alte Ablagerungen aus dem Darm, machen die Darmwände wieder aufnahmebereiter für wertvolle Nährstoffe aus der Nahrung und stimulieren das Immunsystem. Auch Fasten kann sich positiv auf die Darmreinigung und Entgiftung des Körpers auswirken. Doch sollte man es nicht übertreiben. Schon zwei bis fünf Tage intensives Fasten genügt, um positive Effekte zu erzielen. Langzeitfasten und regelrechte Hungerkuren sind dagegen kontraproduktiv, sie können eine Übersäuerung des Körpers zur Folge haben.

Kurzzeitige Intensiv-Fastenkuren dagegen unterstützen nicht nur die Darmreinigung, sondern auch den gesamten Stoffwechsel. Viel körperliche Bewegung während des Fastens regt zudem die Durchblutung und den Lymphfluss an. Fasten kann man das ganze Jahr über, auch wenn traditionell vor allem in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern gefastet wird. Egal ob Sommer, Winter, Herbst oder Frühjahr – zu jeder Jahreszeit kann Fasten sinnvoll sein. Allerdings ist es wichtig, den idealen persönlichen Zeitpunkt dafür zu finden. Auf keinen Fall fasten sollte man, wenn man gerade sehr stark berufsbedingten Belastungen und Stress ausgesetzt ist. Die Fastenkur ist dann besser in die arbeitsfreie Zeit, zum Beispiel ein verlängertes Wochenende oder Urlaub, zu verlegen.

Fastenkrisen mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Frösteln, Unterzuckerung oder Kreislaufproblemen können vermieden werden, indem eine speziell auf den eigenen Typ abgestimmte Fastenkur gewählt wird. Für Übergewichtige, die unter Umständen mit Gesundheitsproblemen wie Bluthochdruck, erhöhte Blutwerte, Gicht oder Diabetes zu kämpfen haben, ist das Tee-Säfte-Fasten eine empfehlenswerte Fastenform. Während des Fastens wird nur getrunken und zwar Kräutertees sowie verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Die reichhaltigen Säfte versorgen den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Enzymen, Mineralien und Kohlehydraten und man nimmt während der Trinkkur trotzdem ab. Nicht empfehlenswert ist diese Fastenvariante dagegen für Untergewichtige und Menschen mit Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Bereich, denn die Fruchtsäure in Obstsäften reizt die Schleimhäute noch zusätzlich.

Eine schonende Fastenkur ist das Früchtefasten. Besonders empfehlenswert ist diese Fastenform für Menschen mit Normalgewicht, deren Körper gut durchblutet und relativ muskulös ist. Das Früchtefasten ist nicht geeignet bei Fruchtzuckerintoleranz, Verdauungsproblemen oder wenn es häufig zu Unterzuckerung kommt. Auch wer unter starken Blähungen leidet, sollte auf Früchtefasten verzichten, weil Ballaststoffe und Fruchtzucker Blähungen noch verstärken können. Wer sich für diese Fastenvariante entscheidet, kann morgens und mittags Früchte, insbesondere Äpfel, Beeren, Südfrüchte wie Ananas, Kiwis, Bananen oder Orangen, in beliebiger Menge verzehren. Das Obst versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und fördert die Entgiftung. Am Abend wird kein Obst gegessen, sondern nur leicht gedünstetes Gemüse. Möhren und Kohlrabi sind zu bevorzugen, während man auf Kohl und Hülsenfrüchte besser verzichtet, weil diese Gemüse Blähungen begünstigen. Auch wenn man während des Früchtefastens viel wasserhaltiges Obst verzehrt, muss man trotzdem ausreichend trinken. Ernährungsexperten empfehlen eine Flüssigkeitsmenge von fünf großen Tassen Kräutertee und ein Liter stilles Mineralwasser am Tag.

Allgemein gilt, dass man während des Fastens auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin vollständig verzichtet. Vor dem Fasten ist es wichtig, den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker zu befragen, ob die gewählte Fastenkur persönlich unbedenklich ist, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

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